Meine acht Lieblings-Podcasts

Von meiner täglichen Dosis Deutschlandfunk am frühen Morgen abgesehen finde ich lineares Radiohören oft unerträglich. Wie schön, dass es Podcasts gibt. Hören, was ich wirklich hören will, ganz ohne „Hits der 80er und 90er & super Gewinnspiele“-Trash. Seit rund zehn Jahren lausche ich intensiv, wobei sich die Genres gewandelt haben. Habe ich anfangs ausschließlich Medien- und Netzthemen-Podcasts verfolgt (andere gab es damals auch gar nicht, oder?), ist mein Hörkonsum mittlerweile vielfältiger. Hier mal meine derzeitigen Favoriten:

Was mit Medien ist für mich persönlich der dienstälteste Podcast, den ich auch schon vor der DRadio Wissen-Zeit gehört habe. Daniel Fiene und Herr Pähler besprechen in etwa 30 bis 45 Minuten alle relevanten Medienthemen der Woche. Die Herangehensweise kommt manchmal naiv rüber, wobei sie immer wieder im Laufe des Beitrags die Kurve zu einer reflektierten Auseinandersetzung finden. Das Highlight ist immer am Jahresende der Medien-Rückblick mit Hajo Schumacher als Gast (als Beispiel die Folge vom 29. Dezember 2016).

Breitband – Medien und digitale Kultur
höre ich auch schon seit mehreren Jahren. Im Vergleich zu Was mit Medien etwas langatmiger und wissenschaftlicher. Daneben gibt es viele weitere gute Medien-Podcasts. Mir reichen aber diese beiden.

Mein einziger Politik-Podcast ist Hintergrund. Hier beackert der Deutschlandfunk jeden Tag ein Thema in circa 20 Minuten – wie der Name schon sagt – hintergründig. In dieser kurzen Zeiteinheit werde ich besser informiert als in mehreren Stunden Plasberg, Will, Illner, Maischberger und all das, was sonst so im TV missverständlicherweise als Politik definiert wird.

Es folgt ein harter Sprung zu Fest & Flauschig mit Jan Böhmermann und Olli Schulz. Auch einer meiner Langzeit-Podcasts, wenn man den Vorgänger „sanft & sorgfältig“ dazurechnet. Den Podcast kann man gar nicht kategorisieren. Jan und Olli labern über alles. Hört einfach mal rein, sofern ihr bei Spotify seid, ihr werdet es sehr mögen oder dumm finden.

Ebenso unkategorisierbar ist Die Blaue Stunde mit Serdar Somuncu. Ein noch sehr junger Podcast, der bei Radio eins den Sendeplatz von sanft und sorgfältig übernommen hat. Manchmal etwas prollig, dann wieder gefühlvoll, ein Podcast voller Schwankungen. Serdar Somuncu mochte ich lange Zeit nicht sonderlich. Da ich aber auch nicht frei von Schwankungen bin, hat sich das geändert. Ein gewagter Vergleich, der wahrscheinlich so schwer hinkt, dass er sich nur noch mit Rollator nach vorne bewegt, aber für mich ist das Format in einigen Sequenzen ein bisschen wie Harald Schmidt in seinen besten Zeiten. Wenn auch ohne Andrack. Die sich wiederholende Koketterie nach dem Muster „Ich bin ja so schlimm, dass meine Sendung wohl bald abgesetzt wird“ nervt jedoch etwas.

Schon wieder ein weiter Sprung, denn nun wird es sportlich. Es geht um Ernährung und Fitness und da habe ich zwei Podcasts abonniert. Patric Heizmann, bekannter Fitness-Entertainer, hat kürzlich den Podcast schlank und gesund gestartet. Pro Folge gibt es ein Thema, das ziemlich kompakt in wenigen Minuten behandelt wird. Deutlich länger folge ich Fitness mit M.A.R.K. von Mark Maslow. Darauf gestoßen bin ich vor ein paar Jahren, als ich nach Marathonläufen gegoogelt habe und auf seine Seite marathonfitness.de gestoßen bin. Ich habe eigentlich nicht direkt das gefunden, was ich gesucht habe, bin dann aber trotzdem hängen geblieben. Kaum ein Podcast hat mich in den letzten zwei Jahren so sehr inspiriert wie dieser. Sein aktuelles Buch habe ich mir dann auch zugelegt.

Musik fehlt? Den guten Fluxfm-Podcast höre ich gelegentlich noch. Gelaber über Musik ist mir aber eigentlich zu anstrengend. 🙂
Die Kurzanalyse zum Schluss: maximal zwei Podcasts pro Kategorie, denn ich habe was gegen Info-Smog.

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