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	<title>webthemen &#187; Datenschutz</title>
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	<description>Politik • Kultur • Medien</description>
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		<title>Datenschutz: Für Webseitenbetreiber ein Risiko-Faktor</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 16:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist eine IP-Adresse personenbezogen? Das ist die Frage, über die seit einiger Zeit zwischen Datenschützern und Betreibern von &#8211; vornehmlich großen &#8211; Webseiten gestritten wird. Die Frage kann man, wenn man es sich einfach machen möchte, klar verneinen. Man kann &#8230; <a href="http://webthemen.de/datenschutz-fuer-webseitenbetreiber-ein-risiko-faktor.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist eine IP-Adresse personenbezogen? Das ist die Frage, über die seit einiger Zeit zwischen Datenschützern und Betreibern von &#8211; vornehmlich großen &#8211; Webseiten gestritten wird. Die Frage kann man, wenn man es sich einfach machen möchte, klar verneinen. Man kann jedoch bei vielen IPs aufschlussreiche Informationen wie den Provider und den ungefähren Standort des Besuchers erfahren und so in einigen Fällen einer Personenidentifizierung nahe kommen. Es ist aber immer nur eine reine Spekulation, mehr nicht. Will man die Frage streng beantworten, ist eine IP-Adresse sowieso nicht personen-, sondern anschlussbezogen, was aber in vielen Fällen keinen Unterschied darstellt. Ungeachtet dessen hat der &#8220;Düsseldorfer Kreis&#8221; (oberste Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich) schon vor über einem Jahr <a href="http://www.lfd.m-v.de/dschutz/beschlue/Analyse.pdf">festgelegt (PDF)</a>, dass die Speicherung von kompletten IP-Adressen ohne Einwilligung illegal ist. <span id="more-131"></span></p>
<p>Nicht unwichtiger ist die nächste Frage, die eigentlich schon beantwortet ist, wenn man davon ausgeht, dass das Speichern von IP-Adressen tatsächlich illegal ist: Dürfen diese IP-Adressen ohne Einwilligung weitergegeben werden? Zum Beispiel an Google, indem man per Analytics statistische Auswertungen anfertigt, mit Adsense Geld verdient oder einfach nur ein YouTube-Video einbindet. Was macht Google mit diesen Daten? Nicht der Seitenbetreiber, aber Google kann mit einem Datenabgleich sehr wohl personenbezogene Zusammenhänge darstellen und in vielen Fällen sicher auch die Besucher beziehungsweise deren Anschlüsse identifizieren. </p>
<p>Schwarz-Weiß-Denken ist unangebracht, denn sowohl die Datenschützer als auch die Seitenbetreiber haben nicht in allen Punkten Unrecht. Über die Notwendigkeit der Speicherung und letztlich auch der Erhebung von IP-Adressen kann man streiten. Die Weitergabe dieser Daten an ein privatwirtschaftliches Unternehmen ist hingegen bedenklich.<br />
Selbst die <a href="http://www.akademie.de/fuehrung-organisation/abmahnung-haftung/tipps/abmahnung-haftung/google-analytics-datenschutz-abmahnung.html?page=1">Gerichte sind sich uneinig</a>. Während das Berliner Landgericht feststellt, dass es sich um personenbezogene Daten handelt, kommt das Amtsgericht München zu einer gegenteiligen Auffassung. Unterm Strich besteht mal wieder für alle Webseitenbetreiber eine unsichere Rechtslage, verknüpft mit der Gefahr, sich Bußgelder und Abmahnungen einzufangen.<br />
Ein aktueller Fall aus Niedersachsen, bei dem ein Forenbetreiber unter anderem aufgefordert wurde, bis spätestens heute die Übermittlung von IP-Adressen an Google Adsense und dem Amazon-Partnerprogramm einzustellen, sorgt im Moment <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-im-Internet-Harte-Linie-gegen-Website-Betreiber-1193121.html">für Aufmerksamkeit</a>.</p>
<p>Fazit: Die Situation ist äußerst unbefriedigend. Auch wenn die Datenschützer eine IP-Adresse offenkundig falsch definieren, sind ihre grundsätzlichen Bedenken wenn es um die Weitergabe von Daten geht, nicht ganz unbegründet. Hier offenbart sich &#8211; nebenbei bemerkt &#8211; auch nicht selten eine Doppelmoral: Viele haben zu Recht mit staatlicher Datenerfassung, zum Beispiel mit einer Vorratsdatenspeicherung oder der Volkszählung, Probleme, gehen selbst aber recht locker mit Datenschutz an der Stelle, an der sie selbst Datensammler sind, um.<br />
Auf der anderen Seite würde eine konsequente Umsetzung der Vorgaben des &#8220;Düsseldorfer Kreises&#8221; das Internet verkümmern lassen. Werbefinanzierung wäre ebenso wie eine Vernetzung von Informationen (beispielsweise das Einbinden eines YouTube-Videos) kaum noch möglich. Wie wäre es, wenn ein konstruktiver Dialog sowohl &#8220;die harte Linie gegen Seitenbetreiber&#8221; als auch die Ignoranz mancher Betreiber beim Datenschutz ersetzen würde?</p>
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		<title>Facebook, mir graut vor Dir!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 12:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Punktum!]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Freunde, egal ob echte oder virtuelle, sind quasi die Währung bei Facebook und um viele zu bekommen, zahlt man offenbar einen hohen Preis: Um Missbrauch zu vermeiden, betonen ja seriöse Anbieter immer gerne, dass sie und ihre Mitarbeiter niemals nach &#8230; <a href="http://webthemen.de/facebook-mir-graut-vor-dir.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freunde, egal ob echte oder virtuelle, sind quasi die Währung bei Facebook und um viele zu bekommen, zahlt man offenbar einen hohen Preis:<br />
<img src="http://mediathinking.de/wp-content/uploads/facebook_freundefinder.jpg" alt="Facebook &quot;Freundefinder&quot;" title="Facebook Freundefinder" width="522" height="194" class="size-full wp-image-352" /><br />
<span id="more-351"></span><br />
Um Missbrauch zu vermeiden, betonen ja seriöse Anbieter immer gerne, dass sie und ihre Mitarbeiter niemals nach dem Passwort des jeweiligen Dienstes fragen werden. Facebook pflegt da eine andere Mentalität und möchte sogar gerne die Zugangsdaten von externen Diensten erfahren. Mal wird nach den Skype-Zugangsdaten gefragt oder &#8211; so wie hier &#8211; nach den Login-Daten fürs E-Mail-Postfach. Noch abstruser ist die gelegentliche Bitte, doch mal das Mail-Adressbuch hochzuladen. Als juristischer Laie sagt mir mein Rechtsgefühl, dass man sich hier als Nutzer mit einem lupenreinen Datenmissbrauch sogar strafbar macht. Auf jeden Fall schadet man den eigenen Kontakten, die nicht unbedingt einer solchen Weitergabe zustimmen.<br />
Als Gegenwert für die Daten möchte Facebook Freunde für mich finden. Durch mehrfache Aktualisierung der Seite durfte ich dann erfahren, dass fast alle Freunde sich auf solche Deals einlassen. Diejenigen, die da mitmachen, werden in Dreiergruppen mit Namen und Foto gezeigt. Sollte es wirklich stimmen, muss ich meine Überschrift korrigieren: Mir graut vor meinen Freunden, jedenfalls vor deren Leichtfertigkeit mit sensiblen Daten. Gibt es eine Garderobe, bei der man seinen Verstand abgibt, bevor man Facebook betritt?<br />
Was passiert eigentlich, wenn Facebook morgen Bankdaten inklusive PIN abfragt, um anhand von Kontobewegungen Freunde zu finden? Nein, ich will lieber gar nicht wissen, wer sich dann auch darauf einlässt&#8230;</p>
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		<title>Social Web: Zwischen RTL-Talk und Big Brother</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 01:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Punktum!]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor 15 Jahren haben wir uns über die armen Schweine amüsiert, die sich vor einem Millionenpublikum in den nachmittäglichen RTL-Talkshows über ihr Privatleben auskotzten. Vor 10 Jahren begann das &#8220;Big Brother&#8221;-Zeitalter im Fernsehen, was wir immerhin noch mit einem großen &#8230; <a href="http://webthemen.de/social-web-zwischen-rtl-talk-und-big-brother.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mediathinking.de/wp-content/uploads/gossip_birds.png"><img src="http://mediathinking.de/wp-content/uploads/gossip_birds.png" alt="Twitter" title="Social Web" width="128" height="70" class="alignright size-full wp-image-257" /></a>Vor 15 Jahren haben wir uns über die armen Schweine amüsiert, die sich vor einem Millionenpublikum in den nachmittäglichen RTL-Talkshows über ihr Privatleben auskotzten. Vor 10 Jahren begann das &#8220;Big Brother&#8221;-Zeitalter im Fernsehen, was wir immerhin noch mit einem großen Kopfschütteln quittierten.<br />
TV war gestern, Internet ist heute. Inzwischen sind wir alle die Protagonisten und bewegen uns zwischen RTL-Talk und Big Brother. Wir nennen es Social Web. Bei den VZs veröffentlichen wir unsere Party-Fotos, bei Facebook erzählen wir unseren &#8220;Freunden&#8221; &#8211; nicht selten hunderte oder tausende -, was für tolle Sachen wir gerade wieder privat erlebt haben, selbstverständlich verknüpft mit all unseren Daten wie politische Einstellung, Religion, Beziehungsstatus, Kontaktdaten &#8211; einfach alles. Über diverse Applikationen, leiten wir mitunter unsere Daten an die jeweiligen Anbieter, die wir in der Regel nicht einmal kennen, weiter. Über Twitter erfährt jeder alles über uns quasi in Echtzeit. Was wir gerade machen, wo wir uns aufhalten, unsere Einstellungen und eben alles, was wir sonst noch für erwähnenswert halten. Alles ist privat, aber nichts bleibt mehr privat. Wir mutieren zu öffentlichen Personen, obwohl wir keine Personen des öffentlichen Interesses sind. Noch tragischer: Es gibt Konsumenten, die den ganzen Dreck tatsächlich lesen.</p>
<p>Soweit die schöne bunte Welt des Social Webs &#8211; einseitig betrachtet. Die andere Seite, nämlich die Chancen und Möglichkeiten, die man hat, um gute Projekte, Kampagnen oder andere Anliegen mit Unterstützung der sozialen Netzwerke zu fördern, gibt es auch. Das ist unter anderem der Stoff für weitere Webthemen, die in Kürze folgen. </p>
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