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	<title>webthemen &#187; Facebook</title>
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	<description>Politik • Kultur • Medien</description>
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		<title>Wer zu spät social networked&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 05:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Facebook? Ok, ist wohl nicht mehr wegzudenken. Google+? Kam schon viel zu spät. Aber immerhin. Nun kommt noch Microsoft um die Ecke, um auf den bereits abgefahrenen Social Media-Zug auf zu springen. Socl heißt das soziale Netzwerk und kaum jemand &#8230; <a href="http://webthemen.de/wer-zu-spat-socl-networked.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook? Ok, ist wohl nicht mehr wegzudenken. Google+? Kam schon viel zu spät. Aber immerhin.<br />
Nun kommt noch Microsoft um die Ecke, um auf den bereits abgefahrenen Social Media-Zug auf zu springen. <a href="http://www.so.cl/">Socl</a> heißt das soziale Netzwerk und kaum jemand nimmt Kenntnis.</p>
<p>&#8220;Was soll das jetzt?&#8221; Eine berechtigete Frage. TechnikLOAD <a href="http://youtu.be/Imo2NYOJano?t=5m32s" title="socl via YouTube">stellt socl vor</a>.</p>
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		<title>Gefällt mir? Fremdschämen!</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 14:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Punktum!]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Vaclav Havel]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1477" class="wp-caption alignnone" style="width: 468px"><a href="https://www.facebook.com/zeitonline/posts/236947669707155"><img src="http://webthemen.de/wp-content/uploads/gefaellt_mir.jpg" alt="Todesnachricht von Vaclav Havel mit 26 &quot;gefällt mir&quot;-Angaben bei Facebook (abgerufen um 15:35 Uhr)" title="Todesnachricht von Vaclav Havel mit 26 &quot;gefällt mir&quot;-Angaben bei Facebook (abgerufen um 15:35 Uhr)" width="458" height="179" class="size-full wp-image-1477" /></a><p class="wp-caption-text">Todesnachricht von Vaclav Havel mit 26 &quot;gefällt mir&quot;-Angaben bei Facebook (abgerufen um 15:35 Uhr)</p></div>
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		<title>Das Netz muss wieder dezentraler werden</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 16:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Der 01. August ist der Webthemen-Geburtstag und kein schlechter Anlass für eine Wortmeldung. Sieben Jahre sind seit dem ersten Eintrag vergangen und das digitale Leben ist in dieser Zeit vielseitiger, aber auch komplizierter geworden. Wo befindet sich meine eigentliche digitale &#8230; <a href="http://webthemen.de/das-netz-muss-wieder-dezentraler-werden.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 01. August ist der <a href="http://webthemen.de/die-tagesthemen-im-web-webthemen-artikel-5.html" title="erster Eintrag">Webthemen-Geburtstag</a> und kein schlechter Anlass für eine Wortmeldung. Sieben Jahre sind seit dem ersten Eintrag vergangen und das digitale Leben ist in dieser Zeit vielseitiger, aber auch komplizierter geworden. Wo befindet sich meine eigentliche digitale Residenz? Bei Facebook, bei Twitter oder bei Google Plus? Überall gleichzeitig? Ist bloggen mit eigenem Webspace und eigener Domain überhaupt noch zeitgemäß?</p>
<p>Die sozialen Netzwerke bereichern das Netz, zentralisieren es aber auch und sie machen uns abhängig.</p>
<h2>Bereicherung</h2>
<p>Vor sieben Jahren gab es eine überschaubare Anzahl von Bloggern und entsprechend nahmen nur wenige Menschen am aktiven digitalen Leben teil. Über so etwas wie &#8220;digitale Demokratie&#8221; sprach noch niemand. Im Gegenteil, wurden Blogger ausnahmsweise mal wahrgenommen, wunderte man sich über die seltsamen &#8220;Tagebuch&#8221;-Schreiber im Netz. Etablierte Medien <a href="http://webthemen.de/reminder-planetopia-ber-blogs-artikel-217.html">durchleuchteten ausschließlich die vermeintliche Gefahr</a>, da &#8220;solche Weblogs schnell Falschmeldungen im Umlauf bringen&#8221; könnten.<br />
Ja, Mitte des letzten Jahrzehnts lebten wir in einer anderen Welt, um nicht zu sagen: In einer skurrilen. Netzpolitik.org, Spreeblick und anderen sei Dank befinden sich viele Blogs anno 2011 auf Augenhöhe mit den Alt-Medien im Netz.</p>
<h2>Zentralisierung und Abhängigkeit</h2>
<p>Zentrale Plattformen fördern die digitale Kommunikation. Meine Freunde und Kontakte muss ich nicht mehr <em>suchen</em>. Ich <em>finde</em> sie bei Facebook und Google Plus. Man kann auch nicht behaupten, dass Individualität verloren geht. Die 140 Zeichen-Beschränkung bei Twitter, die ich immer noch genial finde, zwingt zur Kreativität.<br />
Dennoch ist das zentrale Netz ein heftiger Rückschritt in uralte Zeiten, als viele glaubten, das Netz bestünde nur aus ihrer T-Online- oder AOL-Software. Heute bewegen sich viele Ottonormal-Nutzer nur noch selten außerhalb der Facebooksphäre. Da waren wir vor einigen Jahren schon mal weiter. Mit unseren Blogs hatten wir überwiegend dezentrale Plattformen, die uns selbst gehörten und unter unserer Kontrolle standen. Zentrale Plattformen wie Technorati haben sie miteinander verknüpft, aber es gab nie <em>die</em> Zentrale, von der wir uns alle abhängig gemacht haben. Als Netzjunkies lassen wir uns vieles bieten und wir schenken Google und Facebook unsere Inhalte. Im Gegenzug greifen wir schnelles Feedback, von dem wir &#8211; seien wir doch mal ehrlich &#8211; alle abhängig sind, ab. Man muss knüppelhart arbeiten, bis ein eigenes Blog auch nur den Hauch eines ähnlichen Community-Charakters erfährt.</p>
<h2>Zurück zum dezentralen Netz</h2>
<p>Geschickt eingesetzt sind die Social Networks schöne Tools, die kein Nutzer mehr missen möchte. Jeder Netz-Nutzer mit höheren Ansprüchen sollte aber seine eigene Plattform nicht gänzlich vernachlässigen. Das Netz allgemein muss sich weiterentwickeln und dezentrale Formate entwickeln, die die Vorteile der zentralen Networks beinhalten. Vielleicht wird es ja irgendwann nochmal was mit <a href="https://joindiaspora.com/" title="Diaspora">Diaspora</a>.</p>
<p><em>Artikelbild: <a href="https://joindiaspora.com/">Logo of Diaspora Project</a></em></p>
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		<title>Die Discounter-Mentalität im Netz ablegen</title>
		<link>http://webthemen.de/die-discounter-mentalitat-im-netz-ablegen.html</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 12:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Punktum!]]></category>
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		<description><![CDATA[Welchen Nutzen hat Facebook für mich als privater Nutzer? Zu meinen positivsten Erfahrungen gehörte, dass ich Leute wieder traf, die ich teilweise im letzten Jahrtausend zuletzt &#8220;real&#8221; gesehen habe. Es entstand hier und da wieder Kontakt &#8211; natürlich via Facebook. &#8230; <a href="http://webthemen.de/die-discounter-mentalitat-im-netz-ablegen.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welchen Nutzen hat Facebook für mich als privater Nutzer? Zu meinen positivsten Erfahrungen gehörte, dass ich Leute wieder traf, die ich teilweise im letzten Jahrtausend zuletzt &#8220;real&#8221; gesehen habe. Es entstand hier und da wieder Kontakt &#8211; natürlich via Facebook. Man schloss Facebook-Freundschaften und sie waren dann in meiner Timeline, meine neuen alten &#8220;Freunde&#8221;. Fortan gaben einige von ihnen regelmäßig bei Facebook zu Protokoll, was sie gerade machen oder denken, was ihnen gefällt oder sie fluchten über den langen Winter, andere waren stets bemüht, ihre 90er Jahre-Erlebnisse via Facebook zu besprechen. Ich konnte Notiz davon nehmen, wer jetzt mit wem befreundet ist &#8211; da wiederhole ich mich: natürlich via Facebook &#8211; und durfte verfolgen, dass Freund A der Status von Freund B gefällt. Geil! Diese Belanglosigkeiten gingen mir nach einiger Zeit so sehr auf die äh Dings&#8230;, dass ich immer wieder mal beschloss, mich von einigen Freundschaften zu trennen. Stets verhaftet mit einem schlechten Gewissen. <span id="more-398"></span></p>
<p>Nun könnte man ja einfach Facebook Facebook sein lassen und sich nicht darum scheren. Hauptsache dabei bleiben, damit man bloß nicht vergessen wird. Das ist aber so ein Angst-Gefühl, das rational nicht begründbar ist. Wenn das Pflegen der Kontakte von Facebook abhängig ist, sollte man sie schon deswegen kritisch hinterfragen. Also, welcher echte Mehrwert bleibt? Es bleibt der Nachteil, dass ich als öffentliche Person fungiere, obwohl ich lieber Privatperson bin und dementsprechend Wert auf Privatsphäre lege. Daten und Informationen, die man im Netz hinterlässt, sind potentiell von allen Netznutzern einsehbar, nicht nur von echten oder vermeintlichen Freunden. Da helfen auch Konfigurationen, die mir im Augenblick ein Sicherheitsgefühl vorgaukeln, auf Dauer nicht.<br />
Facebook war für mich ein Zeitfresser, zuletzt ein ungewollter. Die viel beschworene &#8220;Netzkultur&#8221; gibt es, aber sie findet nur selten bei Facebook statt. Ich gehe schließlich auch nicht zu Lidl oder Aldi, um Kultur zu erleben. Netzkultur findet in Nischen wie in einigen Blogs oder Foren und auch bei guten Twitterern statt. Vielleicht ist es an der Zeit, die Discounter-Mentalität im Netz ein bisschen abzulegen, um sich wieder eigenen Ideen verstärkt zu widmen. Auch wenn es natürlich unbequemer ist, ein eigenes Blog zu betreiben, bei dem man sich sein Publikum kontinuierlich erarbeiten muss.<br />
Facebook und Co. bereiten mir Unbehagen, auch weil immer mehr Netzaktivitäten und Angebote dorthin verlagert werden. Es könnte künftige Generationen geben, für die das Netz dann irgendwann nur noch aus Facebook und vielleicht noch ein bisschen StudiVZ und Youtube bestehen wird. Eine grauenhafte Vorstellung.</p>
<p>Hier beschreibe ich, was Facebook alles für mich <strong>war</strong>, im positiven wie im negativen Sinne: Denn ich bin gestern ausgestiegen, als privater Nutzer. Facebook werde ich weiterhin als Plattform für verschiedene Projekte benutzen, aber man wird mich nicht mehr finden, wenn man gezielt nach mir sucht und das ist gut so.<br />
<em><br />
Update (November2010):</em> Nach der Deaktivierung habe ich nach einiger Zeit meinen Account wieder aktiviert und bin also wieder dabei. Facebook ist ein Schwergewicht im Netz, dem ich mich nicht dauerhaft entziehen kann. Eine Einsicht, die schon wenige Tage nach meinem Abgang reifte. Ganz ohne Discounter geht es halt doch nicht immer.</p>
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		<title>Facebook, mir graut vor Dir!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 12:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freunde, egal ob echte oder virtuelle, sind quasi die Währung bei Facebook und um viele zu bekommen, zahlt man offenbar einen hohen Preis: Um Missbrauch zu vermeiden, betonen ja seriöse Anbieter immer gerne, dass sie und ihre Mitarbeiter niemals nach &#8230; <a href="http://webthemen.de/facebook-mir-graut-vor-dir.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freunde, egal ob echte oder virtuelle, sind quasi die Währung bei Facebook und um viele zu bekommen, zahlt man offenbar einen hohen Preis:<br />
<img src="http://mediathinking.de/wp-content/uploads/facebook_freundefinder.jpg" alt="Facebook &quot;Freundefinder&quot;" title="Facebook Freundefinder" width="522" height="194" class="size-full wp-image-352" /><br />
<span id="more-351"></span><br />
Um Missbrauch zu vermeiden, betonen ja seriöse Anbieter immer gerne, dass sie und ihre Mitarbeiter niemals nach dem Passwort des jeweiligen Dienstes fragen werden. Facebook pflegt da eine andere Mentalität und möchte sogar gerne die Zugangsdaten von externen Diensten erfahren. Mal wird nach den Skype-Zugangsdaten gefragt oder &#8211; so wie hier &#8211; nach den Login-Daten fürs E-Mail-Postfach. Noch abstruser ist die gelegentliche Bitte, doch mal das Mail-Adressbuch hochzuladen. Als juristischer Laie sagt mir mein Rechtsgefühl, dass man sich hier als Nutzer mit einem lupenreinen Datenmissbrauch sogar strafbar macht. Auf jeden Fall schadet man den eigenen Kontakten, die nicht unbedingt einer solchen Weitergabe zustimmen.<br />
Als Gegenwert für die Daten möchte Facebook Freunde für mich finden. Durch mehrfache Aktualisierung der Seite durfte ich dann erfahren, dass fast alle Freunde sich auf solche Deals einlassen. Diejenigen, die da mitmachen, werden in Dreiergruppen mit Namen und Foto gezeigt. Sollte es wirklich stimmen, muss ich meine Überschrift korrigieren: Mir graut vor meinen Freunden, jedenfalls vor deren Leichtfertigkeit mit sensiblen Daten. Gibt es eine Garderobe, bei der man seinen Verstand abgibt, bevor man Facebook betritt?<br />
Was passiert eigentlich, wenn Facebook morgen Bankdaten inklusive PIN abfragt, um anhand von Kontobewegungen Freunde zu finden? Nein, ich will lieber gar nicht wissen, wer sich dann auch darauf einlässt&#8230;</p>
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		<title>Social Web: Zwischen RTL-Talk und Big Brother</title>
		<link>http://webthemen.de/social-web-zwischen-rtl-talk-und-big-brother.html</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 01:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor 15 Jahren haben wir uns über die armen Schweine amüsiert, die sich vor einem Millionenpublikum in den nachmittäglichen RTL-Talkshows über ihr Privatleben auskotzten. Vor 10 Jahren begann das &#8220;Big Brother&#8221;-Zeitalter im Fernsehen, was wir immerhin noch mit einem großen &#8230; <a href="http://webthemen.de/social-web-zwischen-rtl-talk-und-big-brother.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mediathinking.de/wp-content/uploads/gossip_birds.png"><img src="http://mediathinking.de/wp-content/uploads/gossip_birds.png" alt="Twitter" title="Social Web" width="128" height="70" class="alignright size-full wp-image-257" /></a>Vor 15 Jahren haben wir uns über die armen Schweine amüsiert, die sich vor einem Millionenpublikum in den nachmittäglichen RTL-Talkshows über ihr Privatleben auskotzten. Vor 10 Jahren begann das &#8220;Big Brother&#8221;-Zeitalter im Fernsehen, was wir immerhin noch mit einem großen Kopfschütteln quittierten.<br />
TV war gestern, Internet ist heute. Inzwischen sind wir alle die Protagonisten und bewegen uns zwischen RTL-Talk und Big Brother. Wir nennen es Social Web. Bei den VZs veröffentlichen wir unsere Party-Fotos, bei Facebook erzählen wir unseren &#8220;Freunden&#8221; &#8211; nicht selten hunderte oder tausende -, was für tolle Sachen wir gerade wieder privat erlebt haben, selbstverständlich verknüpft mit all unseren Daten wie politische Einstellung, Religion, Beziehungsstatus, Kontaktdaten &#8211; einfach alles. Über diverse Applikationen, leiten wir mitunter unsere Daten an die jeweiligen Anbieter, die wir in der Regel nicht einmal kennen, weiter. Über Twitter erfährt jeder alles über uns quasi in Echtzeit. Was wir gerade machen, wo wir uns aufhalten, unsere Einstellungen und eben alles, was wir sonst noch für erwähnenswert halten. Alles ist privat, aber nichts bleibt mehr privat. Wir mutieren zu öffentlichen Personen, obwohl wir keine Personen des öffentlichen Interesses sind. Noch tragischer: Es gibt Konsumenten, die den ganzen Dreck tatsächlich lesen.</p>
<p>Soweit die schöne bunte Welt des Social Webs &#8211; einseitig betrachtet. Die andere Seite, nämlich die Chancen und Möglichkeiten, die man hat, um gute Projekte, Kampagnen oder andere Anliegen mit Unterstützung der sozialen Netzwerke zu fördern, gibt es auch. Das ist unter anderem der Stoff für weitere Webthemen, die in Kürze folgen. </p>
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		<title>Sinnvolles Informationsmanagement im Social Web</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 12:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich 2004 mit dem Bloggen anfing, hatten wir ja nichts. Twitter, Facebook, die diversen VZs oder Mister Wong gab es noch nicht und Delicious kannte ich noch nicht. Da war es zwangsläufig so, dass fast jeder artikulierbare Gedanke spontan &#8230; <a href="http://webthemen.de/sinnvolles-informationsmanagement-im-social-web.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/janknoettig"><img src="http://mediathinking.de/wp-content/uploads/twitter_logo.png" alt="twitter_logo" title="twitter_logo" width="155" height="36" class="alignright size-full wp-image-131" /></a> Als ich 2004 mit dem Bloggen anfing, hatten wir ja nichts. Twitter, Facebook, die diversen VZs oder Mister Wong gab es noch nicht und Delicious kannte ich noch nicht. Da war es zwangsläufig so, dass fast jeder artikulierbare Gedanke spontan gebloggt wurde. Alle Themen, kreuz und quer, auch viel Unsinn. Ein kleiner aber feiner Kreis von regelmäßigen Lesern und Kommentare-Schreibern gab es auch.<br />
<div id="attachment_225" class="wp-caption alignleft" style="width: 110px"><a href="http://delicious.com/webthemen"><img src="http://mediathinking.de/wp-content/uploads/delicious.jpg" alt="" title="Delicious" width="100" height="100" class="size-full wp-image-225" /></a><p class="wp-caption-text">Delicious</p></div>Dann folgte eine längere Phase der Inaktivität und später habe ich mich dann immer mehr mit den &#8220;sozialen Netzwerken&#8221; angefreundet. Im Moment konzentriert sich sehr viel auf <a href="http://twitter.com/janknoettig">Twitter</a> mit mehreren projektbezogenen Accounts, <a href="http://delicious.com/webthemen">Delicious</a> und <a href="http://www.mister-wong.de/user/mediathinking/">Mister Wong</a>, speziell zum Ablegen von medienrelevanten Bookmarks.</p>
<p>Heute, fünf Jahre später, ist es also nicht mehr so, dass man nur noch die eine Plattform für das persönliche Informationsmanagement nutzt. Das ist auch naheliegend, denn die Informationsdichte hat zugenommen und somit auch der Mitteilungs- und Verbreitungsdrang. Diesen bewältigt man sinnvoll nur mit einer inhaltlichen Trennung und so ist ein Blog eben nicht mehr Plattform für alles.  <span id="more-221"></span></p>
<p>Im Falle von webthemen.de hat dies gerade in diesem Jahr dazu geführt, dass kaum noch gebloggt wurde. Wenn sich eine bestimmte Info auf 140 Zeichen bei Twitter oder auf einen &#8220;social&#8221; Bookmark begrenzen lässt, glaubt man halt gerne, dass man sich jeden weiteren Aufwand sparen könne. Darüber freuen sich dann die Betreiber dieser externen Dienste, während das eigene Blog verkümmert.<br />
Das ist kein guter Trend, der übrigens bei vielen Bloggern, auch gerade aus der damaligen Zeit, erkennbar ist. Zwar ist weder das übliche Twitter-Bashing noch ein Verfallen in eine &#8220;früher war alles besser&#8221;-Melancholie angebracht. Ganz im Gegenteil, was heute im Social Web möglich ist, ist fantastisch. Trotzdem ist eine Rückbesinnung auf frühere Methoden des Informationsmanagements sinnvoll, denn das schnelle Taggen von Bookmarks und Twittern führt zu einer grandiosen Oberflächlichkeit. Viele wertvolle Infos rauschen gerade noch ins Kurzzeitgedächtnis und sind dann fix verloren. </p>
<p>Welche Konsequenzen sind zu ziehen? Keine großen. Aber wenn es in einigen Tagen wieder darum geht, sich gute Vorsätze zurechtzulegen, könnte einer lauten: Mehr bloggen, um etwas mehr Nachhaltigkeit in die eigene Informations-Sortierung rein zu bringen. Da muss man dann wohl für sich selbst die optimale Methode finden. Ideal könnte sein, bestimmte Tweets und Bookmarks mit dem Stichwort &#8220;blog_it&#8221; zu kennzeichnen. Dann könnte man zu einem bestimmten Zeitpunkt die so markierten Links bearbeiten und verbloggen. Denn erst dann beschäftigt man sich wirklich mit dem jeweiligen Thema und erst dann besteht die Chance zur Aktivierung des eigenen Langzeitgedächtnisses.<br />
Twittern und Bookmarks taggen werden sicherlich noch für lange Zeit gute Maßnahmen sein, um Infos schnell festzuhalten und zu publizieren. Konservieren und ergänzen kann man sie aber besser im eigenen Blog, </p>
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