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	<title>webthemen &#187; Wikipedia</title>
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	<description>Politik • Kultur • Medien</description>
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		<title>Die Gnade der späten Recherche</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 18:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Sich auf Wikipedia zu verlassen ist bekanntlich nicht immer ungefährlich. Diese Erfahrung mussten in den letzten Tagen auch zahlreiche Medien bei der Berichterstattung über den neuen Wirtschaftsminister machen. Ohne weitere Überprüfung übernahmen sie den nicht vorhandenen Wilhelm. Auch ich wäre &#8230; <a href="http://webthemen.de/die-gnade-der-spaeten-recherche.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sich auf Wikipedia zu verlassen ist bekanntlich nicht immer ungefährlich. Diese Erfahrung mussten in den letzten Tagen auch zahlreiche Medien bei der Berichterstattung über den neuen Wirtschaftsminister machen. Ohne weitere Überprüfung übernahmen sie den <a href="http://www.bildblog.de/5731/wilhelm-ii/">nicht vorhandenen Wilhelm</a>.<br />
Auch ich <a href="http://www.stoppt-merkel.de/10.02.2009.szenen-einer-kuschel-koalition.html">wäre locker in die Falle reingetappt</a>, da auch ich den Namen des Übergangs-Ministers von seiner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_Freiherr_von_und_zu_Guttenberg">Wiki-Seite</a> übernommen habe &#8211; wie es sich für einen dilettanten Blogger gehört, natürlich ohne weitere Überprüfung. Trotzdem Schwein gehabt: Ich habe nur die <em>relative</em> Kurzfassung übernommen und war sowieso mal wieder viel zu spät an der Sache dran. Reicher geworden bin ich um die Selbsterkenntnis, dass auch meine Recherche-Fähigkeiten ausbaufähig sind, um es mal sehr positiv zu formulieren.</p>
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		<title>Solidarität und Schutz nur für Große?</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 01:39:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Einstweilige Verfügung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein paar ereignisreiche Tage liegen für die deutsche Wikipedia zurück. Es begann damit, dass der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann per Einstweiliger Verfügung veranlasste, dass wikipedia.de nicht mehr mit de.wikipedia.org verknüpft werden durfte. Das war an diesem Tag zu Recht der ganz &#8230; <a href="http://webthemen.de/wikipedia-solidaritaet-und-schutz-nur-fuer-grosse.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar ereignisreiche Tage liegen für die deutsche Wikipedia zurück. Es begann damit, dass der Bundestagsabgeordnete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Heilmann">Lutz Heilmann</a> per <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundestagsabgeordneter-laesst-wikipedia-de-sperren-Update--/meldung/118930">Einstweiliger Verfügung veranlasste</a>, dass wikipedia.de nicht mehr mit de.wikipedia.org verknüpft werden durfte. Das war an diesem Tag zu Recht der ganz große Aufreger in der Netzwelt und folglich gab es schon nach kurzer Zeit einen <a href="http://www.heise.de/newsticker/Wikipedia-Sperre-Bundestagsabgeordneter-Heilmann-kapituliert--/meldung/118952">Rückzieher</a>.<br />
Traditionelle Medien, Foren und viele, <a href="http://www.technorati.com/search/heilmann">sehr viele Blogger</a> thematisierten den Fall. Weiterer Nebeneffekt: Wikimedia Deutschland darf sich über <a href="https://secure.wikimedia.de/spenden/list.php">Spendenrekorde</a> und grandioser PR freuen. Gleichzeitig darf man von einem <a href="http://blog.pressconcept.de/15.11.2008.pr-gau-lutz-heilmann-versus-wikipedia.html">PR-GAU</a> für den bis vor kurzem noch unbekannten Herrn Heilmann und die Linkspartei sprechen. Für Gegner ist es das gefundene Fressen, denn so kann man genüsslich Phrasen über die SED-Vergangenheit schwingen. Das ist pure Polemik, über die sich jedoch die Linkspartei nicht beschweren sollte. Wer der gesamten Netzwelt eine solche Steilvorlage gibt, <strong>muss</strong> definitiv bestraft werden und lernt hoffentlich daraus. <span id="more-940"></span></p>
<p>Aber bitteschön, was genau lernen Politiker und letztlich wir alle daraus? Im Idealfall, dass man die juristische Keule generell stecken lässt, wenn man sich im Netz ungerecht behandelt fühlt. Man kann ja Probleme erstmal persönlich lösen.<br />
Im kritischen Fall wird daraus die Konsequenz gezogen, dass sich niemand mehr mit den Großen im Netz anlegt: Prominente A-Blogger, große Foren und eben Wikipedia. Denn was passiert, wenn ein kleiner Privatblogger &#8220;Opfer&#8221; einer &#8220;Einstweiligen Verfügung&#8221; wird? Dann kräht kein Hahn danach. Weder der zur Zeit betroffene Wikimedia e.V. wird sich solidarisch zeigen, noch Heise.de oder die Masse der vielen kleinen Blogger. Es ist dann einfach kein Thema, weil dann nicht die große Wikipedia, sondern die kleine Bloggerin Erika Mustermann betroffen ist. Ein mögliches Szenario, das an die Weltpolitik erinnert: Ein großes Land oder ein Land mit Atomwaffen wird nicht von Amerikanern, Europäern oder Russen überfallen. Ein schwaches Land hingegen muss im Zweifel permanent zittern.</p>
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		<title>PR-GAU: Lutz Heilmann versus Wikipedia</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 20:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Knöttig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Einstweilige Verfügung]]></category>
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		<description><![CDATA[Hätte man mich gestern gefragt, wer Lutz Heilmann ist, hätte ich mit den Achseln gezuckt. Erst recht hätte ich nichts über die mutmaßliche Vergangenheit des Abgeordneten der Linkspartei sagen können. Warum sollte ich mich auch für die Biographie irgendeines Hinterbänklers &#8230; <a href="http://webthemen.de/pr-gau-lutz-heilmann-versus-wikipedia.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hätte man mich gestern gefragt, wer Lutz Heilmann ist, hätte ich mit den Achseln gezuckt. Erst recht hätte ich nichts über die mutmaßliche Vergangenheit des Abgeordneten der Linkspartei sagen können. Warum sollte ich mich auch für die Biographie irgendeines Hinterbänklers im Bundestag interessieren?<br />
Erst heute interessiert mich dieser Politiker, denn erst heute macht er <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundestagsabgeordneter-laesst-wikipedia-de-sperren-Update--/meldung/118930">Schlagzeilen</a>. Wer heute &#8220;wikipedia.de&#8221; aufruft, erfährt von einer Einstweiligen Verfügung durch Heilmann, die der &#8220;Wikimedia Deutschland&#8221; verbietet, auf &#8220;de.wikipedia.org&#8221; weiterzuleiten.</p>
<p><a href="http://mediathinking.de/wp-content/wikipedia_de1.png"><img src="http://mediathinking.de/wp-content/wikipedia_de1-300x192.png" alt="" title="wikipedia_de1" width="300" height="192" class="aligncenter size-medium wp-image-36" /></a> <span id="more-384"></span></p>
<p>Erst jetzt bekommt er das, was er wohl eigentlich verhindern wollte: Negative Aufmerksamkeit! Allen voran die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,590643,00.html">Mainstream-Medien</a>, gefolgt <a href="http://netzpolitik.org/2008/lutz-heilmann-gegen-die-wikipedia/">von</a> <a href="http://blogs-optimieren.de/2008/11/15/politiker-laesst-wikipediade-weiterleitung-abschalten/">zahlreichen</a> <a href="http://blog.docx.org/2008/11/15/mdb-laesst-wikipediade-sperren/">Bloggern</a> und <a href="http://www.netz-treff.de/forum/forum_entry.php?id=99912&#038;page=&#038;category=all&#038;order=#e99912">Foren</a>.<br />
Sucht man bei Google nach &#8220;Lutz Heilmann&#8221;, beschäftigen sich schon heute <a href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;q=%22Lutz+Heilmann%22">sechs Treffer</a> auf der ersten Seite mit der Einstweiligen Verfügung gegen Wikimedia und den Stasi-Vorwürfen. </p>
<p>Heilmann begeht somit politischen Suizid, denn auch in ein paar Jahren wird man bei einer Internet-Recherche nach seiner Person auf die zur Zeit aktuellen Vorkommnisse stoßen. Es wird immer haften bleiben, dass er derjenige ist, der mal Wikipedia gestoppt hat und dass da irgendwas mit der Stasi war. Ob letzteres stimmt, kann und soll von dieser Stelle aus nicht beurteilt werden. Fakt ist aber, dass die Öffentlichkeit ihn so oder so verurteilen wird.<br />
Ein hoher Preis für nichts, denn der beanstandete Artikel ist nach wie vor online, wenn auch nicht via &#8220;www.wikipedia.de&#8221; direkt erreichbar. </p>
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